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Einsteigen statt Aussteigen

Die meisten unserer Verhaltensweisen kommen aus einer sehr frühen Zeit unseres Lebens. Wissenschaftler der Prä- und perinatal Medizin, sowie Neurowissenschaftler und Verhaltensforscher haben herausgefunden, das die ersten Jahre unseres Lebens inklusive der Schwangerschaft, immens prägend für unser späteres Verhalten sind. Hier wird der Grundstein gelegt, die erste Software geschrieben und auf der Festplatte unseres Unterbewusstseins abgespeichert. Ein rein biologischer Vorgang. Erfahrungen werden gemacht, bewertet und ein Reaktionsmuster aufgrund der Bewertung entwickelt. Jede (erste) Erfahrung die wir machen wird mit einem Gefühl verknüpft und im Gehirn abgespeichert. Bei ähnlichen Situationen später wird das Gespeicherte abgerufen. Was aber wenn uns genau dieses Programm später im Leben im Wege steht? Je intensiver ein Gefühl war (ist), umso deutlicher bleibt es in unserem Gedächtnis verankert. Muster, Strategien, Erfahrungen die zu dieser frühen Lebenszeit gemacht wurden, waren damals sinnvoll und hilfreich, damals als Baby, als Kleinkind. Auch die Welt und Wahrnehmung eines Ungeborenen entspricht nicht mehr der eines Erwachsenen. Dennoch sind all diese Erfahrungen und daraus resultierenden Muster und Verhaltensweisen noch immer gültig und präsent, bis wir sie ändern. Ändern? Ja, doch wie ändere ich diese Verhaltensmuster? Fast jeder hat schon die Erfahrung gemacht, eine alte lästige Gewohnheit ablegen zu wollen, oder in bestimmten Situationen nicht mehr so zu reagieren wie bisher. Manchmal geht es sogar hin bis zur Sucht. Diese gibt es im Kleinen wie im Grossen - von der Sucht nach Süssem, Schokolade, Kaffee, Arbeit, Einkaufen bis hin zu Zigaretten, Alkohol und anderen Süchten.

Alle dem liegt etwas zugrunde, das bewusst oft nicht zugäglich ist. Das Unbewusste ist mit unserem Körper verbunden. Es gibt ein Zusammenspiel zwischen Körper, Emotionen und Gedanken. Um hinter die Kulissen unserer Verhaltensmuster und Emotionen zu gelangen haben wir unseren Körper. Dies heisst aber auch, sich mit den damit verbundenen Emotionen zu konfrontieren. Diese sind nicht immer angenehm und willkommen. Dennoch ist dies der einzige Weg - über den Körper. Daher einsteigen statt aussteigen. Wenn wir uns nicht zu unseren Emotionen und den Körperempfindungen hinwenden, sondern sie beiseite schieben, was sehr oft passiert, dann übergehen wir uns selbst.

Sich selber übergehen heisst auch fehlende Selbstliebe. In diesem Zusammenhag steht sehr oft, die eigenen Bedürfnisse nicht wichtig und ernst nehmen. Um dies tun zu können muss man die persönlichen Bedúrfnisse ersteinmal wahrnehmen. Etwas woran viele scheitern. "Was möchte - brauche ich wirklich? Was möchte ich für mich und mein Leben?" Die meisten Antworten auf diese Frage kommen von Aussen, aus der Familie, vom Partner, von den Eltern, Freunden, aus der Werbung, etc.. Wir versuchen den Vorstellungen unseres Umfeldes zu entsprechen, mit dem Wunsch nach Anerkennung, Wertschätzung und Liebe. Die Suche im Aussen geschieht weil der Zugang zu unserem wahren Inneren versperrt ist. Versperrt durch falsche Glaubenssätze, vergangene Erfahrungen aus denen Angst resultiert und andere Blockaden.

Wie sollte dich jemand lieben, wenn du dich selber nicht wertschätzten und lieben kannst?

Es ist vor allem die Angst vor der Konsequenz, etwas zu tun was man nicht kennt. Ein Verhaltensmuster zu ändern, sich auf ein Körpergefühl einzulassen oder etwas zu fühlen was man vorher nie erfahren hat.

Erst wenn du es wirklich fühlen kannst, kommt es aus einer tieferen Wahrheit in dir selbst.

Finde deine eigene Wahrheit - fühle sie - lebe sie!

Fühle ohne zu denken!

Du möchtest mehr dazu wissen? Nimm Kontakt mit mir auf!

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