Die Begegnung MIT DEM innereN Kind

Das innere Kind steht sinnbildlich für die Erlebnisse, die meist im Unterbewusstsein abgespeichert sind. Es steht für die Erfahrungen, den damit verbundenen Gefühlen und den daraus entstandenen Glaubenssätzen. Es ist ein bildhafter Ausdruck für die Prägung unserer Kindheit. Wir neigen dazu negative Erfahrungen zu verdrängen, um damit das erlebte Gefühl nicht erneut zu ertragen. Jedoch lässt sich die Erinnerung leichter verdrängen als das Gefühl. Dieses kann uns unser Leben lang immer wieder einholen oder aktiviert werden, ohne das wir uns seines wahren Urprungs bewusst sind. Sich mit dem inneren Kind auseinander zu setzen heisst, einen Zugang zu dem Teil in uns zu finden, der die verdrängten oder abgespaltenen Erfahrungen gemacht hat. Es ist die Begegnung mit Verletztheit, Wut, Angst, Ablehnung oder anderen Emotionen. Mit dieser ehrlichen Bereitschaft ist der erste Schritt in Richtung Heilung getan.

Die Arbeit mit dem inneren Kind

 

Das Unterbewusstsein kann man auch mit einem dunklen Keller vergleichen.

Jeder kennt das irgendwie, der dunkle Keller, ein Ort an dem man sich nicht gerne aufhält oder sogar komplett meidet. Dennoch ist er da, gefüllt mit Dingen die zu uns gehören und nicht selten in Vergessenheit geraten sind.

Wenn man sich dann mal überwindet, ist man meistens überrrascht was man alles dort gelagert hat.

Nicht selten meidet man seinen Keller und möchte gar nicht so genau hinschauen. Der Blick hinein kann sogar mit Angst verbunden sein, die sich alleine bei dem Gedanken daran körperlich bemerkbar machen kann.

Im übertragenen Sinn ist die Arbeit mit dem inneren Kind ein "Aufräumen" im eigenen inneren Keller.

Wo sind die Wurzeln unserer Probleme und Hindernisse, welche Umstände haben dazu geführt und welche Menschen waren damals daran beteiligt?

Das Setting (Therapie) in einem Intensivseminar in einem achtsamen, geschützten und wertneutralem Raum mit einer Gruppe, kann eigene innere Dynamiken und Energien der Ursprungsfamilie aufzeigen und bewusst machen.

Durch die Bewusstwerdung lassen sich eigene oder übernommene Muster, falsche Glaubenssätze, negative Emotionen transformieren und Blockaden lösen.


Die Seele kann den Körper heilen

In der Medizin ist es mittlerweile anerkannt, dass es eine Verbindung zwischen Psyche und Gesundheit gibt. Damit hat die Psychoimmunologie ihren Platz in der Wissenschaft gefunden. Melissa A. Rosenkranz und Richard R. Davidson konnten mit ihrem Team zeigen, dass negativ denkende Menschen ein schwächeres Immunsystem haben.

"Je stärker die Aktivitát eines Emotionszentrum auf die rechte Hälfte des Grosshirns verschoben ist, desto eher wird die körpereigene Immunabwehr Lücken aufweisen."

"Affectiv style and invivo immune response: neurobehavioral mechanisms". Rosenkranz MA et al, Proc Natl Acad Sci U S A, 2003 Sep.

Dies zeigt wie wichtig der emotionale Aspekt bei den Erkrankungen unserer heutigen Gesellschaft ist. Leider wird dies noch immer zu wenig von der allgemeinen Schulmedizin berücksichtigt und in eine ganzheitiche Therapie eingebunden.